Advent – die Vorfreude auf Weihnachten

 

 

 

 

 

Vor ein paar Tagen las ich in einem Weihnachtsbüchlein folgendes Gedicht.

Erwartung von Karl Gerok
*****
Die Kindlein sitzen im Zimmer –
Weihnachten ist nicht mehr weit –
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: „Es schneit! Es schneit!“

Wisst Kinder die Englein schneidern
im Himmel jetzt früh bis spät.
An Puppendecken und Kleidern
wird auf Weihnachten genäht.

Da fällt vom Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit,
vom Bettchen manch Federflöckchen.
Auf Erden sagt man es schneit!

Und seid ihr recht lieb und vernünftig,
ist manches für euch auch bestellt.
Wer weiß was Schönes euch künftig
vom Tische der Englein fällt.

Nachdem ich es gelesen hatte mußte ich schmunzeln, den es erinnerte mich an meine Kindheit als ich zu Besuch bei meinen Großeltern war. Wie auf einer Leinwand erschienen die Bilder vor mir. ****  Meine Geschwister, Cousins und Cousinen saßen in der Stub’n am großen Tisch, in der Mitte natürlich der Advendtkranz und ein großer Teller mit selbstgebackenen Plätzchen (am besten waren Oma’s einfache Butterplatz’l) und Lebkuchen. Opa saß in seinem geliebten Ohrensessel und Oma mitten in der Kinderschar. Wir Kinder lauschten gespannt auf die (meistens erfundenen) Geschichten unserer Oma, – unser’m Opa sind die Äuglein runterg’fallen, er hörte die G’schichten ja net zum erstenmal.

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