7 gute Gründe für einen Herbsturlaub in Reit im Winkl

Im Herbsturlaub in Reit im Winkl erleben Sie die Chiemgauer Bergwelt in einer besonders schönen Atmosphäre.

Tautropfen hangeln sich silbrig glänzend an Spinnweben entlang. Knallrote Äpfel lassen die Äste durchhängen. Glasklare Luft sorgt für eine überwältigende Fernsicht. Im goldenen Herbst erstrahlt Reit im Winkl in prächtigen Farben und bietet Urlaubern ein wunderbares Spektrum an Aktivitäten.

 

1. Der Herbst offenbart einen unglaublichen Farbreichtum im Dreiseengebiet.

Im Herbst leuchten die Mischwälder rings um Reit im Winkl wie im Indianersommer der Rocky Mountains.

Betörend bunt wird die Fauna im Dreiseengebiet von Weitsee, Mittersee und Lödensee, sobald sich der Morgennebel lichtet und die verwunschene einer knalligen Stimmung Platz macht. Die smaragdgrünen Seen gelten im Sommer als die Riviera Reit im Winkls. Im Herbst sind die Badetemperaturen der Gebirgsseen zwar nur noch etwas für ganz Hartgesottene, dafür lässt sich der mustergültige Mischwald ohne jeglichen Trubel genießen.

In Kanada oder den USA nennt man so eine überwältigende Farbpalette „Indian Summer“. Und so viel vorweg: Die Chiemgauer Alpen können es locker mit der Farbenpracht in den Rocky Mountains aufnehmen. Gerade noch spiegelten sich die quietschgelben bis kupferroten Laubbäume 1:1 in der ruhigen Oberfläche des Weitsees. Erst ein kapitaler Hecht, der auf der Jagd nach Futter aus dem Wasser springt, lässt das gestochen scharfe Spiegelbild zum herbstlichen Impressionismus zerfließen.

Farbenfrohes Dreiseengebiet | Herbsturlaub in Reit im Winkl Foto: Norbert Eisele-Hein
Farbenfrohes Dreiseengebiet | Herbsturlaub in Reit im Winkl
Foto: Norbert Eisele-Hein

2. Wanderungen bei glasklarer Luft und  überwältigender Fernsicht

Von der weltberühmten Winklmoos-Alm führt ein Wanderweg zum 1.776 Meter hohen Dürrnbachhorn. Im Herbst sollte man zwar bereits an eine wetterfeste Windjacke denken, dafür ist auf dem wunderbaren Pfad kaum mehr was los. Der Blick oben am Gipfel reicht durch die glasklare Luft weit in das Berchtesgadener Land, in die Salzburger Region und nach Tirol hinüber. Ein Ausblick zum Schwelgen. Watzmann, Hochkalter und die monumentalen Loferer Steinberge ergänzen das herbstlich-hochalpine Panorama.

Besonders in Erinnerung bleiben Tage mit der berüchtigten „Inversions-Wetterlage“. Das Tal liegt im Nebel, in der Früh loszuwandern in all dem Grau mag schwer fallen. Doch irgendwann durchbricht unser Wanderweg den Nebel, die Belohnung fürs Losziehen ist überwältigend. Die Sonne wärmt das Gesicht, aus dem Nebelmeer ragen die Nachbargipfel wie kleine Inseln heraus.

Unten Nebel, oben Sommer - herbstlicher Ausblick am Dürrnbachhorn Foto: Stefanie Dehler
Unten Nebel, oben Sommer – herbstlicher Ausblick am Dürrnbachhorn
Foto: Stefanie Dehler

Ein kurzer Gedanke gilt allen im Tal zurück gebliebenen, dann greifen wir zur Thermoskanne und stoßen mit heißem Tee auf die Schönheiten des Herbsturlaub in Reit im Winkl an.

 

3. Regen? Pfützen und Hallenbad!

Es lässt sich nicht beschönigen, an manchen Herbsttagen möchte man so gar nicht das kuschelige Hotelbett oder die Couch der Ferienwohnung verlassen. Bevor einem die Decke auf den Kopf fällt, empfehlen wir Gummistiefel anzuziehen und auf einem kleinen Spaziergang, z.B. auf dem Kinderwagen- und Spieleweg, ein Pfützen-Wett-Hüpfen zu veranstalten. Anschließend könnten Sie einen duftenden Kaiserschmarrn in einer der Gaststätten verzehren, oder lieber gleich im warmen Wasser des Hallenbads herumplanschen?

Der Kopf kommt zur Ruhe, wenn man einfach mal die Regentropfen an der Fensterscheibe beobachtet. Und ganz ehrlich – wann haben Sie zum letzten Mal einen ganzen Tag nur gelesen? Kapitel um Kapitel, bis zur letzten Seite des Krimis? Auch so kann man einen Herbst-Urlaub in Reit im Winkl genießen!

Herbst-Urlaub in Reit im Winkl Foto: Walter Weiss
Herbst-Urlaub in Reit im Winkl
Foto: Walter Weiss

4. Mountainbikern bietet ein Herbsturlaub in Reit im Winkl einsame Trails durch eine kolossale Arena für episches Soulbiking.

Regenphasen sind meistens kurz, nach dem Faulenzen geht es am nächsten Tag aufs Mountainbike.

Vom Ortsteil Blindau kurbeln wir über Weißenstein auf epischen Serpentinen hoch zur Eggenalm. Gierig saugen unsere Lungen den Duft der Tannen und Wiesenkräuter ein. Der erst im Herbst allmählich verblühende Almenrausch markiert die Baumgrenze. Die steile Rampe hat es in sich. Auf der Straubinger Hütte gönnen wir uns sofort eine großen Apfelschorle. Der Blick von der Terrasse Richtung Tirol in die Hohen Tauern lässt uns ehrfurchtsvoll durch die Zähne pfeifen.

Die letzten warmen Sonnenstrahlen aufsaugen, bevor die dunkle Jahrezeit Einzug hält. Foto: Norbert Eisele-Hein
Die letzten warmen Sonnenstrahlen aufsaugen, bevor die dunkle Jahrezeit Einzug hält.
Foto: Norbert Eisele-Hein

Über den zahlreichen Stadeln leuchtet der Gletscher des Großvenedigers und der komplett versammelten Zillertaler Alpen. Davor ragt das Kitzbüheler Horn in den strahlend blauen Himmel –  bereits mit Neuschnee angezuckert . Der stark gekerbte Wilde Kaiser wirkt von hier aus wie ein Monolith. Die sanft grünen Chiemgauer Alpen dagegen fast schon lieblich.

Heftig zappeln die Dämpfer beim Downhill zur Hemmersuppenalm und zur Hindenburghütte, wo sich zum Duft von frisch gesägtem Holz noch eine betörende Note Apfelstrudel hinzugesellt. Und im Herbst reicht der Blick vom Biergarten über den malerischen Chiemgau hinweg sogar bis zum in der Ebene glitzernden „Bayrischen Meer“, dem Chiemsee.

 

5. Traumtour für Wanderer und Trailrunner im Herbst: aufs Wetterkreuz

Dieser Leckerbissen für Bergläufer startet direkt hinter der Sankt-Pankratius-Kirche. Ein immer wieder mit Treppenstufen durchsetzter, sandiger Trail führt vis-a-vis vom Hausbachfallsteig, dem ersten TÜV-zertifizierte Klettersteig Deutschlands, mächtig pulstreibend bergauf.

Rechts des Wasserfalls hängen Klettersteig-Geher in den Seilen und mühen sich auf Leitern und Tritten über den bauchigen Felswulst. Links davon knirschen unsere Sohlen über kleine Kiesel.

Der vorbildlich beschilderte Pfad durch den schattigen, prächtig gefärbten Mischwald führt uns auf den 1.061 Meter hohen Wetterkreuz-Gipfel. Die Sicht nach Süden über den Ort, die Chiemgauer und Kitzbüheler Berge, ist im Herbst oft gigantisch, wolkenlos und klar.

Auf dem Premium-Wanderweg Alpin Chiemseeblick traben wir weiter. Schon nach wenigen Windungen des Wegs wird klar, was Premium bedeutet. Die schönen Trailschleifen zersägen das Panorama nicht, sondern offenbaren es ganz vorsichtig.

Beste Fernsicht bei der Herbst-Wanderung aufs Wetterkreuz Foto: Benno Stockklauser
Beste Fernsicht bei der Herbst-Wanderung aufs Wetterkreuz
Foto: Benno Stockklauser

 

6. Herbst-Urlaub in Reit im Winkl: ein Ausflug zum Almabtrieb

Beim Herbsturlaub in Reit im Winkl ist ein Ausflug zu einem Almumtrieb in der Umgebung ein Erlebnis, das besonders in Erinnerung bleibt. Die Tradition des Almabtriebs lebt vor allem in Tirol, weniger im Chiemgau, und so sind die österrreichischen Nachbarn ein beliebtes Ausflugsziel im Herbst.

Wenn der Almsommer ohne schlimme Unfälle für Mensch und Tier vorübergegangen ist, veranstalten die Almbauern einen prunkvollen Almabtrieb. Die „Almerer“ und deren Familienangehörige holen dann die schönsten Trachten aus dem Bauernschrank. Und natürlich werden auch die Kühe festlich herausgeputzt. Tannenzweige werden kunstvoll zu Kronen gebogen und mit Blumenkränzen verziert.  Das Jungvieh wird mit „Latschn-Boschen“, geschmückten Zweigen der Latschenkiefer auf den Almabtrieb geschickt. Nachdem die Tiere wieder im Stall sind, wird der erfolgreiche Almsommer noch mit Musik und Tanz gefeiert.

 

Herbst bedeutet Abschied vom Almleben, auch bei den Vierbeinern Foto: Norbert Eisele-Hein
Herbst bedeutet Abschied vom Almleben, auch bei den Vierbeinern
Foto: Norbert Eisele-Hein

 

7. Kulinarische Leckereien im Herbst-Urlaub in Reit im Winkl.

Die Ernte ist eingefahren, die Vorratskammern sind gefüllt. Kürbisse werden entlang der Hauptrouten an Straßenständen angeboten. Rings um Reit im Winkl gehen viele Einheimische in die „Schwammerl“. Somit gibt es ab sofort in allen Restaurants und auch auf den urigen Hütten leckere Pilzgerichte, wie z.B. Semmelknödel mit frischen Pfifferlingen oder Braten in Pilzsauce. Der Kürbis wird in allerlei Varianten verarbeitet, der Klassiker bleibt sicher die Kürbissuppe. Am besten mit etwas Ingwer, Rahm und einer Prise frisch gemahlenem Pfeffer. Nach einer ausgedehnten Wanderung oder Radtour ein Gedicht.

Im Rahmen der Almwochen findet am Freitag, 13. September, wieder der Herbstmarkt der einheimischen Bäuerinnen statt. Ab 11 Uhr verkaufen sie ihre Schmankerl am Per Pedes Platz, ab 14 Uhr spielt die Musik dazu.

Typischer Anblick im Herbst: Kürbis-Ernte Foto: Norbert Eisele-Hein
Typischer Anblick im Herbst: Kürbis-Ernte
Foto: Norbert Eisele-Hein

 

 

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Übersicht: Almabtriebe rund um Reit im Winkl

Herbst-Traditionen: Die Almwochen in Reit im Winkl

 

 

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